In der Druckvorstufe erleben wir es fast täglich: Ein Design sieht am Monitor fantastisch aus, aber sobald es durch die Maschinen von Pressley.de läuft, tauchen unerwartete Probleme auf – verschwommene Bilder, abgeschnittene Texte oder unerwünschte weiße Ränder.
Fehler in Druckdaten kosten nicht nur Zeit und Nerven, sondern im schlimmsten Fall auch wertvolles Budget und verzögern die Lieferung Ihrer Werbematerialien. Damit Ihr nächstes Projekt reibungslos verläuft, haben wir die 5 häufigsten Fehler in Druckdateien zusammengefasst und zeigen Ihnen, wie Sie diese ganz einfach vermeiden.
- Zu geringe Auflösung von Bildern
- Das Problem: Bilder aus dem Web haben meist eine Auflösung von 72 dpi. Für den professionellen Druck ist das viel zu wenig. Das Ergebnis sind pixelige, unscharfe Fotos.
- Die Lösung: Achten Sie darauf, dass alle Bilddaten in Ihrer Datei eine Auflösung von mindestens 300 dpi in Originalgröße aufweisen.
- Fehlender Beschnitt (Anschnitt / Bleed) und Sicherheitsabstand
- Das Problem: Wenn Dokumente exakt auf Endformat angelegt sind, entstehen beim Zuschnitt der Papierbogen oft unschöne weiße Blitzer (Papierblitzer), wenn das Messer minimal verrutscht.
- Die Lösung: Planen Sie rundherum 2 bis 3 mm Beschnitt ein, der nach dem Schneiden wegfällt. Wichtige Texte und Logos sollten zudem einen Sicherheitsabstand von mindestens 4 bis 5 mm zum Rand haben.
- Falscher Farbmodus (RGB statt CMYK)
- Das Problem: Monitore arbeiten im RGB-Farbraum (Lichtfarben), der viel mehr Farben darstellen kann als der CMYK-Farbmodus (Körperfarben) im Offset- und Digitaldruck. Wenn Sie RGB-Daten liefern, müssen diese konvertiert werden – oft mit dem Ergebnis, dass Farben plötzlich stumpf oder anders wirken.
- Die Lösung: Legen Sie Ihr Dokument von Anfang an im CMYK-Farbmodus an.
- Nicht eingebettete Schriften oder fehlende Transparenzen
- Das Problem: Wenn Schriften nicht in Pfade/Kurven umgewandelt oder direkt in die PDF-Datei eingebettet sind, ersetzt die Druckerei sie im schlimmsten Fall durch eine Standardschrift. Auch reduzierte Transparenzen können zu Darstellungsfehlern führen.
- Die Lösung: Konvertieren Sie alle Texte in Pfade (Outlines) oder exportieren Sie Ihre Daten als PDF/X-1a oder PDF/X-3, um Schriften und Transparenzen sicher einzubinden.
- Fehlende oder falsche Schneidemarken
- Das Problem: Ohne präzise Markierungen weiß die Weiterverarbeitung bzw. die Stapelschneidemaschine oft nicht exakt, wo das Dokument beschnitten werden muss. Werden falsche oder gar keine Marken gesetzt, kann es zu Maßabweichungen kommen.
- Die Lösung: Aktivieren Sie beim Exportieren in den PDF-Einstellungen unter „Marken und Anschnitt“ (Marks and Bleeds) gezielt die Schneidemarken (Trim Marks), während unnötige Druckerzeichen weggelassen werden.
Unten finden Sie eine kurze Anleitung, worauf Sie bei der Erstellung von Druckdaten achten sollten: